Nachhaltigkeit

Störfaktor Mountainbiker?

Wir Mountainbiker sind mittlerweile eine deutlich wahrnehmbare Nutzergruppe im Wald. Wir erholen uns und genießen das Naturerlebnis. Gleichzeitig stören wir durch unser Naturerlebnis Wildtiere und Pflanzen, nutzen Wege ab und andere Waldnutzer müssen sich mit uns arrangieren.

Wir sind jedoch ganz fest der Meinung:

Mit dem richtigen Konzept und der richtigen Herangehensweise kann Mountainbiken eine überraschend nachhaltige Form der Naherholung und des Tourismus sein und zwar in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht:

  1. Das Fahrrad ist Fortbewegungsmittel und Sportgerät in einem, wenn es per Bike erreichbare Trails gibt, dann bleibt das Auto in der Garage. Und auch wer gar kein Auto besitzt, kann so teilhaben.
  2. Wenn die Trailzonen in Abstimmung mit dem Naturschutz konzipiert werden, minimiert sich die Störung der Natur. Eine gezielte Lenkung der Nutzer wird erreicht. Dies entlastet die Behörden und macht Sanktionsmaßnahmen größtenteils überflüssig.
  3. Das bestehende Wegenetz befriedigt in vielerlei Hinsicht nicht mehr die veränderten Bedürfnisse der Nutzer. Das gilt nicht nur für Biker, sondern auch für Wanderer. Durch Partizipationsmöglichkeiten für Mountainbiker können ehrenamtlich Wege gepflegt, erhalten und geschaffen werden. Die Wegewarte des Schwarzwaldvereins werden unterstützt statt belastet.
  4. Durch mountainbikespezifischen Wegebau können ökologische Schäden minimiert werden. Biketrails erforden eine andere Herangehensweise zwecks linienhafter Erosion. Zudem können dadurch beliebte Wanderwege entlastet werden, Nutzerkonflikte werden minimiert.
  5. Ein legales Trailcenter im Albtal holt die Mountainbiker im Albtal aus der Illegalität. Dadurch werden die Möglichkeiten zur Gestaltung, ganz besonders aber auch ihre Mitverantwortung verstärkt. Nur so kann langfristig ein verantwortungsvoller Umgang mit unserem gemeinsamen Lebensraum gewährleistet werden. Sensibilisierung und Verantwortung statt Verbot.